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Arbeitsplan erstellen
Fertigungsverfahren systematisch definieren
Sie legen neue Arbeitspläne über einen strukturierten 2-Schritt-Assistenten an, der Sie durch alle erforderlichen Stammdaten und Lagerinformationen führt. Das System stellt sicher, dass alle produktionsrelevanten Informationen vollständig erfasst werden, bevor der Arbeitsplan für die Fertigung zur Verfügung steht.
Arbeitsplan erstellen starten
Um einen neuen Arbeitsplan anzulegen, öffnen Sie die Arbeitspläne-Übersicht und klicken auf den "Erstellen"-Button oben rechts. Das System startet einen strukturierten Assistenten, der Sie Schritt für Schritt durch die Erfassung aller notwendigen Informationen führt.
Schritt 1: Allgemeine Daten
Abbildung 1: Erfassung der Grunddaten eines neuen Arbeitsplans im ersten Schritt.
Im ersten Schritt erfassen Sie die Grunddaten Ihres Arbeitsplans. Diese Informationen identifizieren den Arbeitsplan eindeutig und beschreiben das Fertigungsverfahren für alle Anwender verständlich.
Arbeitsplankennzeichen vergeben Sie als eindeutigen Identifikator für den Arbeitsplan. Wählen Sie eine systematische Nummerierung oder Kodierung, die sich in Ihre bestehende Arbeitsplanstruktur einfügt. Dieses Kennzeichen wird später in der Produktionsplanung und auf allen Fertigungsbelegen erscheinen.
Bezeichnung (Kurz) erfassen Sie als kompakte Beschreibung des Fertigungsverfahrens. Diese Kurzbezeichnung erscheint in Listen und Übersichten, wo der Platz für längere Texte begrenzt ist. Wählen Sie eine prägnante Formulierung, die den Arbeitsplan dennoch eindeutig beschreibt.
Bezeichnung (Lang) bietet Ihnen mehr Raum für eine ausführliche Beschreibung. Hier können Sie das Fertigungsverfahren detaillierter erläutern und zusätzliche Informationen hinterlegen, die für das Verständnis des Produktionsprozesses wichtig sind.
Bezugsmenge definieren Sie als die Produktionsmenge, für die alle im Arbeitsplan hinterlegten Zeiten, Materialien und Kosten gelten. Wenn Sie beispielsweise einen Arbeitsplan für eine Charge erstellen, bei der Sie üblicherweise Mengeneinheiten produzieren, tragen Sie diese Standardmenge hier ein. Die Bezugsmenge ist die Grundlage für spätere Hochrechnungen bei abweichenden Produktionsmengen.
Sobald Sie alle Felder ausgefüllt haben, klicken Sie auf "Weiter", um zum zweiten Schritt zu gelangen.
Schritt 2: Standort & Lager
Abbildung 2: Zuordnung der Materialflüsse durch Bereitstellungs- und Zugangslager.
Der zweite Schritt definiert die Materialflüsse in Ihrer Produktion. Sie legen fest, aus welchen Lagern die Rohstoffe entnommen und in welche Lager die Fertigprodukte eingebucht werden.
Standort wählen Sie aus, wenn Ihr Unternehmen an mehreren Produktionsstandorten fertigt. Die Standortzuordnung ermöglicht eine saubere Trennung der Fertigungsprozesse verschiedener Werke.
Bereitstellungslager definiert das Lager, aus dem die für die Fertigung benötigten Materialien bereitgestellt werden. Wenn Sie den Arbeitsplan später in einem Fertigungsauftrag verwenden, weiß das System, wo es die Rohstoffe reservieren und entnehmen muss. Die Angabe von Lager und Lagerbereich ermöglicht eine sehr präzise Materialsteuerung – Sie können beispielsweise festlegen, dass bestimmte Rohstoffe immer aus einem Qualitätssicherungs-Lagerbereich zu entnehmen sind.
Zugangslager legt fest, in welches Lager die fertig produzierten Waren eingebucht werden sollen. Auch hier können Sie neben dem Lager einen spezifischen Lagerbereich angeben. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie verschiedene Produktionslinien trennen möchten oder wenn Fertigprodukte zunächst in einen Pufferbereich eingelagert werden, bevor sie in das Hauptlager übernommen werden.
Die Kombination aus Bereitstellungs- und Zugangslager bildet den Materialfluss ab: Das System entnimmt automatisch die Materialien aus dem Bereitstellungslager, sobald die Produktion startet, und bucht die gefertigten Produkte ins Zugangslager ein, sobald der Fertigungsauftrag abgeschlossen wird.
Mit "Fertig" schließen Sie den Assistenten ab. Der Arbeitsplan wird nun im System angelegt und steht für die weitere Bearbeitung zur Verfügung. Sie können jetzt Arbeitsgänge hinzufügen, Herstellanweisungen hinterlegen und Artikel zuordnen.
Nächste Schritte nach der Erstellung
Nach dem Anlegen des Arbeitsplans sollten Sie die Detailansicht öffnen und die folgenden Informationen ergänzen:
Arbeitsgänge definieren Sie über den entsprechenden Tab. Hier legen Sie die einzelnen Fertigungsschritte mit Arbeitsplätzen, Zeitvorgaben und Maschinenzuordnungen fest. Diese Informationen sind essentiell für die Produktionsplanung und Kalkulation.
Herstellanweisungen hinterlegen Sie, um den Produktionsmitarbeitern detaillierte Anleitungen zur Verfügung zu stellen. Je präziser diese Anweisungen sind, desto gleichmäßiger wird die Produktqualität und desto geringer ist der Einarbeitungsaufwand für neue Mitarbeiter.
Artikel zuordnen Sie, um dem System mitzuteilen, für welche Produkte dieser Arbeitsplan verwendet werden soll. Sobald Sie einen Fertigungsauftrag für einen zugeordneten Artikel anlegen, schlägt das System automatisch diesen Arbeitsplan vor.
Die Kombination aus vollständigem Arbeitsplan und zugeordneter Stückliste liefert alle Informationen, die für eine präzise Produktionsplanung, Materialbedarfsermittlung und Kostenrechnung erforderlich sind.
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass dieses Handbuch eine ergänzende Orientierung bietet, jedoch keine ERP-Einführung ersetzt. Für eine korrekte Nutzung und die passgenaue Abbildung Ihrer betrieblichen Abläufe empfehlen wir die Teilnahme an unseren Schulungen oder Workshops.